Category Archives: Recherche

Betreuer mit extrem rechten Hintergrund

Am 03. September 2017 musste die Hildesheimer Kreisligapartie zwischen dem VfB Bodenburg und dem FC Concordia Hildesheim abgebrochen werden. Wie es zum Spielabbruch kam, darüber gibt es seitens der beiden Vereine unterschiedliche Darstellungen. Recherchen belegen rechten Hintergrund eines Betreuers.  Continue reading Betreuer mit extrem rechten Hintergrund

Rechtsruck in der Jungen Alternativen Niedersachsen

Am Wochenenden stimmte die Mehrheit der Jungen Alternative (JA) Niedersachsen für einen politischen Kurswechsel. Die Jugendorganisation vollzieht damit einen Rechtsruck. Durch die neue JA-Spitze nehmen die innerparteilichen Flügelkämpfe in der AfD Niedersachsen weiter zu. 

Autoren: Max Kuhn und Mikkel Hansen

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Ein Jahr danach: bisher keine Anklagen

Bildquelle: kreuzer-leipzig.de
Quelle: kreuzer-leipzig.de

Vor rund einem Jahr zogen über 200 Rechtsextreme randalierend durch den links geprägten Leipziger Stadtteil Connewitz. Unter „Hooligans“- Rufen griffen sie etliche Häuser mit Steinen, Pyrotechnik und Äxten an. Eine Wohnung brannte aus, mehr als 20 Geschäfte und Kneipen wurden demoliert. 215 Angreifer wurden festgesetz und in Gewahrsam genommen. In knapp drei Wochen, am 11. Januar 2017, jährt sich der Angriff: Bislang gab es keine Anklageerhebung.

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Anti-Antifa-Fotograf in Duderstadt

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                                                                                                                                                                         Foto: MR

Christopher Siedler fotografierte unter Polizeischutz Demonstrant*innen ab. Unterwegs war der Neonazi aus Nienburg mit einem Presseausweis. Continue reading Anti-Antifa-Fotograf in Duderstadt

Neonazis aus der Deckung holen

Melanie G
Quelle: linksunten.indymedia.org

Offensichtlich wurden in der vergangenen Woche die Neonazis Norman K. und Melanie G. in ihrem Wohnort Dorfmark geoutet. Über 450 Flyer sollen in Dorfmark, einem Ortsteil von Bad Fallingbostel, an die Nachbarschaft verteilt worden sein. 

von Markus Hallenbacher

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Polizei macht Neonazis den Weg frei

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Aggressives Auftreten von Neonazis bei Demonstration in Nienburg am gestrigen Samstag. Angriffe auf Antifaschist*innen und Journalist*innen. Die Polizei ging  indes gewaltsam gegen den Gegenprotest vor.

von David Fischer

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Kreativer Protest und aggressive AfD-Anhänger*innen

Am gestrigen Samstag nahmen rund 200 Menschen an der AfD-Abschlusskundgebung im Kommunalwahlkampf, vor dem Neuen Rathaus in Hannover, teil. Hinzu kamen mehrere Gruppen von Gegendemonstrant*innen, die sich unter das Publikum mischten. Mit ironischen „Frauke“-Rufen, Pfiffen und sarkastischem Applaus gelang es die Veranstaltung erheblich zu stören. Zwischenzeitlich musste die Hauptrednerin und AfD-Bundessprecherin Frauke Petry ihre Rede unterbrechen. Die Organisator*innen, vor allem die Ordner*innen, wirkten sichtlich überfordert und reagierten aggressiv. AfD-Anhänger*innen schubsten und schlugen Gegendemonstrant*innen. Mehrere AfD-Gegner*innen wurden verletzt. 

Im Vorfeld hatte das Netzwerk Aktiv gegen Rassismus – Solidarisches Netzwerk unter dem Motto „So ein Theater“ dazu aufgerufen, die rassistische Veranstaltung zu stören und für ein „Durcheinander erster Güte“ zu sorgen. Protestierende waren dazu aufgerufen, die Rollen „AfD Groupies“, „Gegendemonstrant*innen“, „Wutbürger*innen“ und
„Einkaufsbummler*innen“ einzunehmen. Das Konzept ging auf: Gegendemonstrant*innen kamen auf den Veranstaltungsort und störten die AfD-Veranstaltung lautstark.

Fotos findet ihr bei flickr.

Neonazi-Strukturen in Hildesheim

Quelle: http://recherche38.info
Quelle: http://recherche38.info

„Die Rechte“
Als im Jahr 2014 Nazis wie Johannes Welge, Benjamin Krüger oder Martin Schüttpelz in den Landkreis Hildesheim zogen, gewann die örtliche Nazistruktur an Stärke. Als Rahmen diente die Partei „Die Rechte“, welche von Christian Worch als Auffangbecken für verbotene Kameradschaften wie „Nationaler Widerstand Dortmund“ (NWDO) gegründet wurde. In Hildesheim gründete sich der Kreisverband am 08. November 2014. Weitere extrem Rechte wie Dominic W., Rene S., Lutz H. oder Jens und Marion W. fanden schnell Anschluss an die neue Gruppierung, sodass diese aktionsfähig wurde.

Gastbeitrag von „Linke Initiative Hildesheim

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Northeimer NPD-Kandidat Gianluca Bruno beteiligt an Nazi-Großangriff in Leipzig

via Basisdemokratische Linke Göttingen

Wie kürzlich durch Recherchen der Leipziger Zeitung bekannt wurde, war der Northeimer NPD-Kandidat Gianluca Bruno Beteiligter bei dem Großangriff von Neonazis auf den links geprägten Leipziger Stadtteil Connewitz am 11. Januar diesen Jahres. Am Rande eines Naziaufmarsches in Leipzig zog Gianluca Bruno, der auch Mitglied des extrem rechten „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ ist, mit ca. 215 Nazi-Hooligans randalierend durch Connewitz. Sie bedrohten Menschen, zündeten Pyrotechnik und entglasten zahlreiche Schaufenster. Insbesondere linke Kneipen und von Migrant*innen geführte Läden waren Ziel dieser Angriffe oder wurden dabei gezielt angegriffen.

Wie der „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ am Samstag ankündigte, sollen bis zu den Kommunalwahlen am 11. September nun wöchentlich Kundgebungen und andere Aktionen in Göttingen abgehalten werden. Dieser Marathon soll mit bundesweit beworbenen Kundgebungen in Northeim und Göttingen seinen Abschluss finden. „Brunos Involvierung in den Leipziger Nazi-Großangriff und seine Vernetzung in militanten bundesweiten Strukturen lassen erahnen, was in NPD-Kreisen unter ‚bundesweiter Mobilisierung‘ verstanden wird. Es ist an den Menschen in Südniedersachsen, zusammen gegen die anstehenden NPD-Aufmärsche zu mobilisieren und den Nazis mit den geeigneten Mitteln entgegenzutreten. Das erklärte Ziel ist, Nazi-Aufmärsche zu verhindern und die NPD Göttingen, die wahlweise als ‚Freundeskreis‘ auftritt, zu zerschlagen“, erklärt Lena Rademacher, Sprecherin der Basisdemokratischen Linken Göttingen.

Laut der Leipziger Zeitung können die an dem Überfall beteiligten Nazis größtenteils der rechten Kampfsport- und Hooligan-Szene Sachsens zugerechnet werden. Doch wie die Beteiligung Brunos zeigt, ging die Mobilisierung weit über Sachsens rechte Strukturen hinaus und war Ergebnis einer bundesweiten Vernetzung von rechten Schlägern. „Dass diese Vernetzung unter den Augen des Verfassungsschutzes unbemerkt stattfinden konnte, macht wieder einmal deutlich, dass der Verfassungsschutz auch Jahre nach dem Auffliegen des NSU vielleicht ein verliebtes, keinesfalls aber ein wachsames Auge auf rechte Strukturen hat. Seine Auflösung ist längst überfällig“, erklärt Rademacher abschließend.