Achtung – Neue „Anti-Antifa“-Facebookseite

Seit gestern ist die Neonazi Facebookseite „Anti-Antifa“ online. Bereits jetzt wurden dort zahlreiche linke Personen teilweise mit Namen, Adresse, Telefonnummer veröffentlicht.

Der Selbstbezeichnung „Anti-Antifa“ steht für Gruppen innerhalb der extremen Rechten. Der Schwerpunkt dieser Gruppen besteht vor allem im „Kampf“ gegen Antifaschist*innen. Mit der Veröffentlichung von Namen wollen sie ihre politischen Gegner*innen einschüchtern und bedrohen. Dabei setzen sie auch gezielt Gewalt ein.

Screenshot: „Anti-Antifa“ Facebookseite

Auf der neuen Facebookseite kommentierten auch schon Sascha Perschke (Bürgerprotest), Carlo G. (Gemeinsam Stark Deutschland) und Helge List (Die Hannoveraner). Der Organisator vom Bürgerprotest kommentierte unter einen Beitrag: „Adressen wären interessant“. G. alias Juergen Lazio antwortete darauf „Ja ran“. Auch den vermeintlichen Arbeitgeber eines linken Aktivisten postete G., nachdem Helge List bekannt gab, dass der Arbeitsplatz bereits bekannt wäre.

G. feiert die faschistische Ultra Gruppierung „Curva Nord“

Die Facebookseite belegt das Recherchen von Neonazis über politische Gegner*innen hauptsächlich in sozialen Netzwerken stattfindet. Vereinzelt versuchen aber auch „Anti-Antifa“ Anhänger, wie Benjamin Krüger (Magdeburg) und Christopher Siedler (Nienburg), mit Presseausweisen Antifaschist*innen abzufotografieren und zu veröffentlichen.

Dennoch ist es vor allem wichtig in sozialen Netzwerken wie Facebook seine/ihre persönlichen Daten zu schützen. Stellt sämtliche Einstellungen wie „Gefällt mir“-Angaben, Freundesliste, etc. auf Privat. Nehmt nur Freundschaftsanfragen an von Menschen die ihr persönlich kennt.
Für Recherchen reichen die kleinsten Ansatzpunkte aus. Deshalb ist es auch wichtig keine Beiträge mit seinem öffentlichen, privaten Account zu liken. Darüber hinaus können so Zusammenhänge nachvollzogen werden.

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